Schwibbogen der Weihnachtsleuchter

Schwibbogen Der Schwibbogen ist neben dem Adventsleuchter der Weihnachtsleuchter schlechthin. Seinen Ursprung hat der Schwibbogen im Bergbau. Entgegen der Schwibbogen-Webseite von Wikipedia symbolisiert der Bogen nicht den Himmelsbogen, sondern das Mundloch, also den Eingang in den Stollen/Bergwerk. Dieser wurde nähmlich im Dunklen von Fakeln halbkreisförmig umgeben. Das war die Inspiration des Bergschmiedes Johannes Teller aus Johanngeorgenstadt, einen Lichterständer halbkreisförmig aus Metall anlässlich der Mettenschicht (letzte Schicht des Jahres der Bergleute) zu schmieden. Es ist also mehr als abwägig, das der Schöpfer des Schwibbogens vom Himmelsbogen inspiriert wurde, obwohl es natürlich auch ein schöner Gedanke ist.
 

Schwibbogen oder Schwibbbogen - die Schreibweise

Der neuen deutschen Rechtschreibung von 1996 ist es zu verdanken, das es den Schwibbogen mittlerweile in zich verschiedenen Schreibweisen gibt. Schwibbbogen mit 3xb ist sehr gewöhnungsbedürftig und der neuen Regel geschuldet, das bei zusammengesetzten Wörter immer alle Buchstaben geschrieben werden, egal ob ein Vokal oder ein Konsonant folgt. Doch heißt es in der Rechtschreibregel auch, das unübersichtliche zusammengesetzte Wörter mit Bindestrich zu schreiben sind. Demnach wäre auch Schwibb-Bogen richtig. Die Schreibweise Schwippbogen ist dagegen völlig falsch. Eher neuerem Datums dürfte die Bezeichnung „Lichterbogen“ entstammen.

Weiterentwicklung des Schwibbogens

Schwibbögen aus dem ErzgebirgeLange Zeit gab es nur Schwibbogen aus Metall. Bis man im holzkunstvernarrten Seiffen 1935 auf die Idee kam, den Schwibbogen aus Holz herzustellen. Dabei wird aus einer dünnen Sperrholzplatte ein Motiv mit der Laubsäge ausgefrest. Die Kunst dabei ist, das nur soviel aus der Holzplatte herausgefräst werden darf, das alles miteinander verbunden bleibt. (Das zählt natürlich auch für die Schwibbögen aus Metall.)

Das Herstellen eines Schwibbogens ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung an Adventsnachmittagen und ein schönes, persönliches Geschenk zu Weihnachten. Dazu benötigt man neben der erwähnten Sperrholzplatte und einer Laubsäge (am besten eine elektrische) nur noch Schwibbogen Vorlagen. Als Sockel verwendet man z.B. eine Holzplatte und, damit die Kerzen auf dem Bogen befestigt werden können, klebt man Tüllen auf. Alternativ kann man eine kleine Lichterkette, wie sie für Tannenzweige erhältlich sind, anstecken.

Professioneller sind freilich die Schwibbögen, die in den erzgebirgischen Holzkunstmanufakturen gefertigt werden. Hier wurden in den letzten Jahrzehnten viele neue Schwibbogen-Varianten entwickelt. Eine davon ist die Lichterecke oder auch Fensterdreieck genannt, mit der man Fenster großräumig illumieren kann.

Plastische Schwibbögen sind anstelle der Laubsäge-Motivplatte mit richtigen Holzminiaturen bestückt. Teilweise auf mehreren Etagen, wie in einem Setzkasten.

Auch relativ neu ist der 3D-Schwibbogen, bei dem 2 Motiv-Spanplatten versetzt angebracht sind, um einen räumlichen Eindruck zu vermitteln. Meist sind diese Schwibbögen auch noch innen beleuchtet.

Es werden ebenso Schwibbögen hergestellt, die anstelle der Laubsägearbeit ein bedrucktes Bild haben, vor dem Holzfiguren stehen.

All diese Varianten werden auch als Mischformen gefertigt. Also Schwibbögen mit Bogen und Ecke in einem, 3D-Schwibbögen mit LaubsägeMotiven und Holzfiguren, usw.

Nur die Metallschwibbögen haben ihren ursprünglichen Charakter erhalten.

Schwibbögen gibt es mit Wachskerzen und mit elektrischem Licht. Letzteres vor allem als Fensterdekoration. Zu kaufen gibt es die Schwibbögen bei Webshop-Erzgebirge. Das OnlineVersandhaus existiert schon seit 1999 und liefert in jedes Land der Welt.